Wirtschaft in Südafrika 50% weniger!

Ein mir persönlich bekannter Geschäftsführer eines südafrikanischen Speditionsunternehmens, das im Luft- und Seefrachtbereich hauptsächlich für die Automobilzulieferindustrie tätig ist, teilte mir heute mit, dass das Auftragsvolumen seiner Firma im Vergleich zum Vorjahr 2012 um 50% einbrechen wird. Viele Firmen, gerade in der Automobilproduktion, entlassen Mitarbeiter, weil es schlicht an Arbeit fehlt!

Südafrika befindet sich in einer Rezession. Das Land, das an riesigen Rohstoffvorkommen verfügt, die knapp 50% des gesamten Exportvolumens ausmachen, leidet auch am derzeitigen schwachen Goldpreis. Südafrika, die größte Volkswirtschaft des afrikanischen Kontinents, ist eines der wichtigsten Länder bei der Goldförderung und hat eine herausragende geopolitische und wirtschaftliche Bedeutung für die Weltwirtschaft.

Zu den ohnehin schon vielen Probleme des Landes mit Korruption und Rassenkonflikten kam im Herbst diesen Jahres auch noch eine massive Streikwelle in der Automobilbranche, dem Bergbau und in den Goldminen hinzu, die für Ausfälle in zig-facher Millonenhöhe für die südafrikanische Wirtschaft sorgten. Die Gewerkschaften in Südafrika werden mächtiger und scheuen nicht vor eindrucksvollen Maßnahmen, die allerdings zwei Seiten haben. So legt die Landeswährung „Rand“ im Vergleich zum Euro einen regelrechten Absturz hin, begründet sowohl durch die schlechte wirtschaftliche Lage als auch die schwierigen Verhältnisse am Arbeitsmarkt. Das bedeutet für die Südafrikaner teurere Preise und eine schlechtere Lebensqualität.

Lt. finanzen.net ist der Südafrikanische Rand schon seit Jahren ein guter Gradmesser für die Risikoaversion bzw. den Risikoappetit an den Märkten. So sollten die beinahe katastrophalen wirtschaftlichen Zustände in Südafrika zu denken geben, was der weltweiten Konjunktur noch blühen kann in den kommenden Monaten.

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