Tauschplattformen im Internet boomen!

Während die Preise für Hausmannskost wie Kotelett, Marmelade oder Quark in den vergangenen zwölf Monaten um 4,9% zunahmen und der Euro immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert, boomt der Tauschhandel im Internet. Die „Shareconomy“ ist nicht nur ein zeitgemäßes Phänomen, sondern schon „fast“ eine Alternative zu unserem derzeitigen Geldsystem. Zwar gibt es dort (noch) keine Lebensmittel, doch lassen sich auf verschiedenen Internet-Plattformen, die Mitgliederzahlen steigen europaweit rasant, Gebrauchsgegenstände problemlos und meist sogar kostenlos von Besitzer zu Besitzer transferieren.

Auf der Handelsplattform Netcycler kann man gegen eine kleine Bearbeitungsgebühr Secondhand-Gegenstände tauschen, verschenken und erhalten. Netcycler ist momentan in Deutschland, Großbritannien und Finnland zu erreichen hat mehr als 110 000 registrierte Nutzer. Ähnlich wie bei Ebay kann man einfach Bilder der Objekte, die man loswerden möchten, auf Netcycler hochladen, beschreiben und definieren, was man dafür bekommen möchte. Ebenso ist es möglich Sachen zu kaufen und zu verkaufen.

Netcycler kombiniert automatisch Sachen mit Wünschen und formt Tauschringe. In einem Tauschring können bis zu fünf Nutzer handeln. Tauschringe vervielfachen die Wahrscheinlichkeit für einen guten Tausch! Man selbst braucht sich aber nicht um das Formen der Tauschringe zu kümmern – Netcycler macht das automatisch und informiert darüber, von wem man den Wunsch erhalten und an wen man seinen Gegenstand weitergeben kann. Die Übergabe der Sachen erfolgt entweder an einem im voraus definierten Treffpunkt oder mit der Netcycler-Versandoption.

Tauschen auch für Kleinunternehmer, Freelancer und Künstler

Noch einen Schritt weiter geht ezebee.com! Das Online-Selbstvermarktungs-Portal mit Sitz in der Schweiz hat von Anfang an auf eine integrierte Tauschwährung gesetzt. ezebee.com bietet Kleinunternehmern, Freelancern und Künstlern weltweit u.a. die Möglichkeit, ein eigenes Business via Internet zu starten. Es gibt gratis Online-Showrooms, die eine eigene Web-Präsenz, ein individuelles Shop-System sowie den Anschluss an eine weltweites Netzwerk beinhalten.M ittlerweile kommen die Shop-Besitzer aus über 38 Ländern.

ezebee.com ist ein kostenloses Selbstvermarktungs-Netzwerk für kreative Unternehmer, die sich und ihre Produkte einfach, sicher und kostengünstig vermarkten möchten. Die Plattform ist mehrsprachig und verfügt neben einem riesigen Marktplatz für Selbstgemachtes mit dem BeeCoin auch über eine eigene Tauschwährung. Diese Tauschwährung ist mit einem Kurs von 1:1 an den US-Dollar gekoppelt und kann nur innerhalb der ezebee-Welt verwendet werden. Ein Rücktausch in „reale“ Währungen ist bewusst nicht vorgesehen, um Spekulationen und Achterbahnfahrten, wie Alternativwährungen wie der Bitcoin im Augenblick durchlaufen, zu unterbinden. ezebee.com finanziert sich ähnlich wie Facebook über interne Promotion-Angebote, Shop-Module und App-Verkauf, mit denen Nutzer Ihre Angebote hervorheben oder verbessern können. Natürlich werden auch diese Leistungen in BeeCoins bezahlt.

Ossian Vogel, Mitgründer von ezebee.com, berichtet: „Gerade in den von wachsender Jugendarbeitslosigkeit stark betroffenen Südländern der EU entwickelt sich im Augenblick eine täglich wachsende kreative Unternehmens-Kultur, die sich vor allem über das Internet stark vermarktet, aber bisher noch keine explizit für diese Szene entwickelte Vertriebsplattform hat.Gerade in Spanien und anderen Krisenländern wird das kostenlose Angebot sehr gut angenommen. In nur knapp über 2 Monaten haben sich bereits Mitglieder aus über 38 Ländern bei ezebee.com registriert und mehr als 20.000 Produkte und Dienstleistungen eingestellt. Vor allem Frauen nutzen diesen Vertriebskanal sehr gerne. “

Mit der intergrierten Alternativwährung BeeCoin können diese Kleinstfirmen zudem gebührenfrei und weltweit ohne Wechselkursverluste kaufen und verkaufen. Schon heute akzeptieren über 40 % der ezebee.com-Mitglieder für Ihre Produkte den BeeCoin als Zahlungsmittel.

„Wir haben uns von Anfang an entschlossen, unseren Marktteilnehmern eine interne und stabile Währung anzubieten, an deren Nutzung weder Banken noch Zahlungsdienste wie PayPal mitverdienen. Wir wollen, dass der Mehrwert bei unseren Mitgliedern bleibt und können damit auch ein günstigeres Preisniveau durchsetzen.“ sagt Ossian Vogel zu diesem wichtigen Bauteil der Plattform. „Gerade bei individuell von Hand gefertigten Produkten spielen Nebenkosten wie Überweisungs- und Wechselgebühren eine große Rolle, vor allem durch die Konkurrenz durch Massenhersteller.“

Kleiderwechsel günstig: 1 Million Mitglieder und über 3 Millonen Artikel

Tauschen, Verkaufen, Verschenken – das ist das Credo des jungen Start-Ups Kleiderkreisel. Des einen Schrank-Leiche ist des anderen neuen Lieblingsteil: Auf der kostenlosen Plattform finden ungenutzte Kleidungsstücke einen neuen Besitzer. Jetzt feiert Deutschlands größte Kleidertausch-Plattform eine Million Mitglieder. „Jeder von uns hat doch eigentlich einen übervollen Kleiderschrank und trotzdem kaufen und kaufen wir“, so Sophie Utikal, eine der drei Kleiderkreisel-Gründer. „Wenn wir die Kleider, die uns nicht mehr gefallen, weitergeben, können wir anderen Menschen eine Alternative zum herkömmlichen Konsum aufzeigen. Denn unser Ziel ist: Second-Hand für alle zur ersten Wahl zu machen.“ Seit dem Start der Plattform vor vier Jahren konnten bei Kleiderkreisel bereits 3,1 Millionen Artikel einen neuen Besitzer finden.

Tauschen to go: „Seit Einführung unserer Tausch-Apps für iOS und Android konnten wir nochmal einen deutlichen Anstieg bei der Nutzung unserer Plattform feststellen“, erzählt die 25-Jährige. „Die App ist unglaublich praktisch, da die meisten Fotos inzwischen mit dem Handy gemacht werden und so direkt hochgeladen werden können.“

Mehr als nur ein Medienhype: Das junge Münchner Unternehmen beweist, dass mit einer guten Idee Shareconomy zum Selbstläufer wird. Das kreative Konzept frei nach dem Prinzip der Collaborative Consumption, dem gemeinsamen Nutzen von Konsumgütern, bedient aktuelle Trends wie Social Shopping, Vintage, Flohmarkt-Hype und DIY, aber auch Schnäppchen-Fieber und Nachhaltigkeit. Im eigenen Forum, dem user-generated Blog und auf Facebook mit inzwischen über 290.000 Fans können sich Modeinteressierte austauschen, Ideen teilen, diskutieren und werden nicht selten zu echten Freunden. „Wir finden Warenkörbe und anonyme Kauf-Vorgänge langweilig und setzen mehr auf persönliche Interaktion. Deswegen ist Kleiderkreisel nicht nur eine Handelsplattform, sondern auch ein Lebensgefühl.“

Unter dem Motto „Shareconomy“ stand schon die Cebit 2013.