Bitcoin-Skandal wird gefeiert: Ein Hohn!

Bitcoin Skandal

Seit dem 25.2.2014 ist die wichtigste Handelsplattform für die digitale Währung Bitcoin, Mt. Gox, nicht mehr aufrufbar im Internet. Anleger bangen um ihr Geld, Gerüchte gehen um, es wären 220.000 Dollar gestohlen worden. Der Skandal wird in der Presse als erste Bitcoin-Pleite gefeiert und ist Wasser auf den Mühlen der Bitcoin-Kritiker. Gerne wird jetzt auf die ohnehin schon lange bekannten negativen Aspekte der reinen Online-Währung hingewiesen. Z.B. unterstrich das heute-magazin des ZDF in der Sendung vom 25.2. u.a. die fehlende Einlagesicherung. Welch ein Hohn! Was ist denn heutzutage noch sicher? Fragen Sie mal in Zypern nach. Dort wurden über Nacht ein Teil der Spareinlagen vom Staat eingezogen.

Doch dass auf der Website von Mt Gox nur ein weißer Hintergrund ohne Text zu finden ist und die Bitcoin-Macher unauffindbar sind, stinkt gewaltig zum Himmel! In einer Zeit, in der in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 sieben Banker durch mysteriöse Umstände zu Tode kamen und in der der Internationale Währungsfond IWF den überschuldeten Euro-Staaten empfiehlt, die Spareinlagen der Bürger per staatlich verordnetem Zwang teilweise zu enteignen, wie bereits 2013 geschehen in Zypern, ist nichts wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Dabei kann momentan nur spekuliert werden, was wirklich geschehen ist. Gerüchteweise wird davon gesprochen es wären Bitcoins und andere virtuelle Währungen im Gesamtwert von mindestens 220.000 Dollar geraubt worden. Ein offizielles Statement von den Bitcoin-Gesellschaftern gibt es noch nicht, lediglich die folgende Nachricht von Mt. Gox an ihre Kunden:

„Im Lichte der jüngsten Nachrichten und mögliche Auswirkungen auf die Arbeit von Mt. Gox und den Markt wurde die Entscheidung getroffen im Augenblick alle Transaktionen auszusetzen um die Webseite und Nutzer zu schützen. Wir werden die Situation genauestens überprüfen und dementsprechend handeln. https://www.mtgox.com/“

Wie jede Währung, so lebt auch der Bitcoin von Vertrauen, dem Vertrauen, die Währung jederzeit gegen Waren oder Dienstleistungen eintauschen zu können. Bei aller Kritik rund um die digitale Währung sollte man nicht allzu schnell urteilen, denn auch unser bestehendes Währungssystem könnte schneller als gedacht den Bach hinunter gehen. Doch je mehr – von der verschuldeten Welt – abgelenkt wird, desto länger können die Reichen reicher werden und ihre Schäfchen in Sicherheit bringen.

Bankrun in Ukraine

In der Ukraine übrigens findet derweil ein (noch) kleiner Bankrun statt. So wurden in den letzten beiden Tagen die Bankeinlagen im ukrainischen Bankensystem um Minus 7,0% geschrumpft, da die Menschen dem System nicht mehr trauen und ihr Bargeld von den Banken abziehen. Die Währung verliert auch noch immens an Wert, aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Lage und der Überschuldung des Staates.


Bild: Fotolia

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