Roaming-Gebühren abgeschafft – Sparen beim telefonieren im Ausland

Junge Frau beim Telefonieren

Schon seit langem wurden die hohen Gebühren für Telefonate und SMS aus dem Ausland als überteuert angesehen. Viele vermuteten gar eine Abzockementalität der Netzbetreiber. Gerade rechtzeitig zur Urlaubssaison 2014 hat die EU eine Tarifänderung bei den Mobilfunkanbietern Europas erreicht. Eine gute Nachricht, schließlich bietet ein Smartphone gerade im Urlaub und im Ausland mit seinen vielfältigen Möglichkeiten große Vorteile.

Beispielsweise sind die Aufnahmen von Videos und Fotos zu nennen, die man so schnell wie möglich an die Daheimgebliebenen versenden möchte. Aber auch Notfälle und andere erforderliche Kommunikationen lassen sich über ein Smartphone mit Handyvertrag einfach schneller und bequemer lösen.

Die Kosten ab dem 1. Juli 2014

Seit Mitte diesen Jahres dürfen Telefonate nicht mehr als 19 Cent pro Minute zuzüglich Mehrwertsteuer kosten. Das ist eine Senkung von 5 Cent pro Minute zur bisherigen Regelung. Auch die Kosten für eine SMS sinken. Bisher waren dies – je nach Handyvertrag – bis zu 9,5 Cent je SMS. Die Neuregelung legt die Höchstgrenze bei 7,1 Cent (einschließlich Mehrwertsteuer) fest. Das ist eine Ersparnis von fast 25 %. Noch gravierender fällt der Unterschied bei den Kosten für Download und Internetsurfen aus. Bis zum 30. Juni 2014 konnten die Kosten hierfür bis zu 53,5 Cent je Megabyte betragen – jetzt sind es allenfalls 23,8 Cent je Megabyte. Ein Unterschied von mehr als 50 %.

Ab Weihnachten 2015 keine Roaming-Gebühren mehr

Auch diesen Extra-Kosten soll demnächst der Garaus gemacht werden. Die EU plant damit ab dem 15. Dezember 2015 – jedoch haben die Einzelstaaten der EU hier noch ihre Hausaufgaben zu erledigen und die Beschlüsse der EU in eigenes Recht umzuwandeln. Immerhin scheint die Vision von einem europäischen Binnenmarkt ohne erhöhte Handykosten in naher Zukunft erreichbar. Anders sieht es zum Beispiel bei Kreuzfahrten aus. Hier sollte man bei der mobilen Nutzung seines Smartphones vorsichtig agieren, da häufig Schiffsnetzbetreiber ihre Dienste zu höheren Gebühren anbieten.

Bild: Fotolia

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