Kontenüberwachung bei Überweisungen Schweiz-Deutschland

Schweizer Franken Geldschein

Beim Versuch, 4200 Schweizer Franken (umgerechnet rund 3500 Euro) aus der Schweiz auf ein deutsches Konto zu überweisen, musste Herr R. aus Zürich Bekanntschaft mit dem Sicherheitssystem seiner Hausbank machen. Seiner Freundin in Deutschland wollte er diesen nicht gerade „Geldwäscheverdächtigen“ Betrag über eine normale Online-IBAN-Überweisung zukommen lassen, als ihm die Schweizer Post Finance erst einmal einen Strich durch die Rechnung machte. Zwei Tage nach der getätigten Online-Überweisung in Euro bekam er Post von der Schweizer Post Finance. Darin wurde ihm mitgeteilt, dass eine „im E-Finance Bereich erfasste Zahlung vorerst gestoppt wurde“.

Weiter hieß es, „man benötige eine persönliche, telefonische Bestätigung, damit die Zahlung freigegeben werden kann. Ansonsten würde die Zahlung nach 20 Tagen annuliert.“

Daraufhin rief Herr R. bei der Schweizer Post Finance an und bestätigte die Zahlung unter Nennung des Betrags und des Zahlungsempfängers. Auf die Frage, warum dies nötig sei, bekam er von der Bankmitarbeiterin lediglich zur Antwort, dass Transaktionen, die von der Norm abweichen, durch einen computergestützten Mechanismus automatisch gestoppt werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alle Kontobewegungen bankintern im Detail aufgezeichnet und ausgewertet werden, um Nutzerprofile der Konteninhaber zu erstellen. Wenn eine Zahlung von den normalen Transaktionen abweicht, gibt es eine Meldung des Computers, der eventuelle Missbräuche somit unterbinden kann.

Es ist Ansichtssache, ob Kontoinhaber durch solche Maßnahmen zur eigenen Sicherheit geschützt oder überwacht werden.

Postfinance

Ein Kommentar

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