Archiv für TAUSCHHANDEL

Tauschplattformen im Internet boomen!

Während die Preise für Hausmannskost wie Kotelett, Marmelade oder Quark in den vergangenen zwölf Monaten um 4,9% zunahmen und der Euro immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert, boomt der Tauschhandel im Internet. Die „Shareconomy“ ist nicht nur ein zeitgemäßes Phänomen, sondern schon „fast“ eine Alternative zu unserem derzeitigen Geldsystem. Zwar gibt es dort (noch) keine Lebensmittel, doch lassen sich auf verschiedenen Internet-Plattformen, die Mitgliederzahlen steigen europaweit rasant, Gebrauchsgegenstände problemlos und meist sogar kostenlos von Besitzer zu Besitzer transferieren.

Auf der Handelsplattform Netcycler kann man gegen eine kleine Bearbeitungsgebühr Secondhand-Gegenstände tauschen, verschenken und erhalten. Netcycler ist momentan in Deutschland, Großbritannien und Finnland zu erreichen hat mehr als 110 000 registrierte Nutzer. Ähnlich wie bei Ebay kann man einfach Bilder der Objekte, die man loswerden möchten, auf Netcycler hochladen, beschreiben und definieren, was man dafür bekommen möchte. Ebenso ist es möglich Sachen zu kaufen und zu verkaufen.
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Ohne Geldsorgen zu leben fängt beim Denken an

Solange wir uns ständig ärgern, dass wir uns nichts leisten können und gerade so mit dem Nötigsten auskommen oder gar neidisch auf wohlhabende Menschen sind, werden wir nicht in der Lage sein, ein in materieller Hinsicht unbeschwertes Leben zu führen. Wenn man sich selbst immer wieder zwanghaft vorhält, dass man zu wenig Geld hat, dann ist das Versagen in finanzieller Hinsicht vorprogrammiert. Denn Zwang erzeugt Abhängigkeit. Abhängigkeit vom Erfolg. Und wenn der Erfolg in Form von Reichtum nicht kommt ist der Mensch unzufrieden, enttäuscht und unglücklich.

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Freeconomy – Die geldlose Gesellschaft

Eine Gesellschaft ohne Geld – das ist das Ziel des Wirtschaftswissenschaftlers und Gründers von Freeconomy, Marc Boyle aus Südwestengland.
Werkzeuge und Geräte kostenlos ausleihen statt kaufen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen ohne direkte Gegenleistung oder leerstehende Räume und Grundstücke nutzen ohne Miete zu bezahlen.

Was sich liest wie ein Leben im Paradies ist bereits Wirklichkeit und kann von jedem sozial eingestellten Menschen gelebt werden. Während die meisten alternativen Wirtschaftsformen auf Tausch basieren, lebt Freeconomy ausschließlich vom „pay it forward-Prinzip“. Dem Vertrauen, dass derjenige, der „nimmt“, auch selbst irgendwann „gibt“. Wann, wie und wo ist jedem selbst überlassen. Darum gibt es auch keine Tauschgegenstände wie beispielsweise Geld, Zeitgutscheine, Quittungen oder ähnlichem.

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Tauschwunder: Ein Pint Bier für ein Kilo Äpfel

Die Geschichte des Pubs „The Pigs“ aus dem ostenglischen Edgefield ging wegen ihres ungewöhnlichen Tauschsystems um die Welt.

„Wenn Ihr irgendetwas angebaut, aufgezogen, geschossen oder gestohlen habt, was zu unserem Menü passen könnte, dann bringt es her und wir kommen ins Geschäft“

…ist immer noch auf einem Schild am Eingang des Pubs zu lesen.

Um die Folgen der Wirtschaftskrise zu lindern kam die 25-jährige Wirtin Cloe Wasey vor einigen Jahren auf die Idee, den Dorfbewohnern, die wegen Arbeitslosigkeit oder anderen Gründen auf ihr Feierabendbier nicht verzichten wollten ein Pint Bier gegen frische “Naturalien” wie Obst, Gemüse, Kräuter, Eier, Fisch oder Fleisch auszuschenken. Auch Kaninchen aus eigener Zucht, frisch geschossene Fasane und Tauben landen beim Chefkoch Mr. Tom Abbot und seinem Team. Wie viele „Pints“ Bier (etwas mehr als ein halber Liter) der tauschwillige Gast für seine Waren bekommt ist abhängig von der Qualität und der Menge der angebotenen Waren.

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Tauschclubs in Argentinien während der Wirtschaftskrise in den 90er Jahren

Ende der 90er Jahre erschütterte Argentinien eine tiefe Wirtschaftskrise. Die Ursachen waren eine falsche Wirtschaftspolitik, eine Privatisierungswelle und der „Currency Board“, bei dem der argentinische Peso im Verhältnis von 1:1 zum amerikanischen US Dollar angepaßt wurde. Es folgten die Rezession 1998/99, der darauf folgende totale Zusammenbruch des Finanzsystems 2001/02 und die damit verbundene Einfrierung der Sparguthaben. Massenproteste, soziale Unruhen, Zahlungsunfähigkeit des Staates und Regierungssturz konnten nicht mehr aufgehalten werden.

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Der Minuto – eine Tauschalternative stellt sich vor

Der Minuto ist ein Zahlungsmittel, dass selbst geschöpft wird und dass überall gültig sein kann. Er kann eine Alternative zum Regiogeld und mittel- bis langfristig sogar eine Alternative zum monetären (Geld)-System darstellen. Aktuell befindet sich die Finanzwelt in Veränderung. Regierungen wollen mit zentral gesteuerten Maßnahmen den Bankencrash aufhalten. Das Hinauszögern des Kollapses kostet Unsummen aber gleichzeitig geht vielen Menschen das Geld aus. Die globale Verbreitung und Anwendung, bis in zur Ausbeutung von Menschen und Natur, ist Ausdruck unseres kollektiven Bewußtseins. Das Geldsystem hat sich diesem Denken entsprechend geformt. Die Entwicklung und Benutzung eines neuen Zahlungsmittels bedarf daher: Neues Denken, neue Sichtweise, neues Bewußtsein. In vielen Orten sind Regiogeld-Initiativen entstanden.

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Ersatzwährungen (Komplementärwährungen)

“Geld ist ein staatliches Tauschmittel, dass den Handel zwischen Handelsteilnehmern erleichtern soll.
Jedes Geld, also jede Währung endete im Laufe der Geschichte irgendwann und wurde zu dem was es eigentlich ist (wertloses Papier). Es gibt bis jetzt keine Währung, die „ewig“ und immer noch gültig ist.”

Komplementärwährungen sind (Regional-)Währungen, die bestehende Landeswährungen ergänzen. Ihr Sinn und Ziel ist es, Schwächen des bestehenden Finanzsystems auszugleichen. Weltweit gab es 1999 rund 2000 Komplementärwährungen in zwölf Industrieländern. Eine zusätzliche Währung kann sowohl eine Ware, eine Dienstleistung oder eine geldäquivalente Gutschrift sein. Sie wird in dem Sinne als „Geld“ aufgefasst, dass sie die ursprüngliche und eigentliche Funktion des Geldes als „Tauschmittel“ erfüllt. Komplementärwährungen stärken die Region!

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Der Tauschhandel

Der Tauschhandel ist die ursprünglichste Form des Handels! Menschen finden sich zusammen und jeder kann seine Fähigkeiten, Talente oder Waren zum Tausch anbieten. Die Grundidee ist, dass man auch ohne Geld (über)leben kann. Historisch gesehen werden dabei Waren oder Dienstleistungen direkt gegen Waren oder Dienstleistungen getauscht, ohne Verwendung einer Währung. Heutzutage, da nicht immer derjenige der spezielle Waren oder Dienstleistungen anbietet etwas von seinem Geschäftspartner benötigt gibt es bei den Tauschringen sog. Ersatzwährungen. Das dadurch verdiente Guthaben wird auf einem Konto verrechnet und kann dann wieder für andere Dinge eingetauscht werden, die man benötigt.

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